Welche Holzarten lassen sich im Dezember 2025 gut verkaufen – und wo wird’s mühsam? Der Holzmarktbericht Dezember 2025 des Waldverbands Österreich zeigt ein klares Bild: Nadelsägerundholz bleibt extrem gefragt, das Angebot ist vielerorts knapp – und das treibt die Preise weiter. Gleichzeitig läuft die Konjunktur in Österreich nur schleppend, was man vor allem in einzelnen Industrie- und Papiersortimenten spürt. Hier das aktuelle Lagebild:
Die Nachfrage nach Nadelsägerundholz (v. a. Fichte/Tanne) ist ungebrochen hoch, weil das Angebot weiterhin eher gering ist.
Die Folge: Preise konnten nochmals zulegen – und sogar schlechtere Qualitäten lassen sich aktuell zu verhältnismäßig guten Konditionen vermarkten.
Bemerkenswert: Der Holzhunger ist so groß, dass einzelne Sägewerke bei Schwachblochen teils einen geringeren Mindestzopfdurchmesser akzeptieren als üblich.
Logistik & Abtransport:
Ernte- und Frachtkapazitäten sind grundsätzlich ausreichend vorhanden – bereitgestellte Sortimente werden rasch abtransportiert.
Gebietsweise sorgte allerdings der nasse Untergrund für echte Herausforderungen bei Ernte, Rückung und Transport. Wenn möglich tiefe Temperaturen wie Ende Dezember und Anfang Jänner ausnutzen.
Praxistipp:
Bei nassen Böden unbedingt Bodenschutz & Rückegassen-Management priorisieren – Schäden kosten am Ende oft mehr als ein “schneller” Einschlag bringt.

Auch die Kiefer profitiert spürbar vom starken Nadelmarkt:
Es ist eine weitere Nachfragebelebung zu sehen – und gegenüber dem Vorjahr sind deutliche Preissteigerungen möglich.
Kurz gesagt: Kiefer ist im Dezember 2025 wesentlich besser dran als noch in schwächeren Marktphasen – vorausgesetzt, Qualität und Logistik passen.
Die Lärche bleibt sehr rege nachgefragt.
Das Preisniveau ist meist unverändert, aber die Marktstimmung bleibt klar positiv: Wer saubere Ware anbietet, findet weiterhin schnell Abnehmer.
Die starke Nachfrage spiegelt sich auch in der oberösterreichischen Nadelwertholzsubmission wider:
Das unterstreicht: Im Wertholz zählt derzeit Qualität + saubere Ausformung mehr denn je.
Am Laubsägerundholzmarkt wird die rege Nachfrage nach Eiche und Esche fortgeschrieben.
Aber: Der optimale Erlös hängt stark von der kundenorientierten Ausformung ab.
Empfehlung aus der Praxis:
Vor der Aufarbeitung Ausformungswünsche aktiv erfragen und vereinbaren – genau hier wird im Laubholz der Unterschied zwischen “verkauft” und “top verkauft” gemacht. Waldhelfer:innen und Forstberater:innen können hier viel herausholen – gerade bei Eiche/Esche lohnt sich die Abstimmung vorab.
Die Standorte der Papier-, Platten- und Zellstoffindustrie sind insgesamt gut mit Nadelindustrierundholz versorgt.
Österreichweit halten sich Nachfrage und Angebot meist die Waage.
Unterm Strich: Industrieholz läuft weiter, aber ohne echte Dynamik – und Papier bleibt das Sorgenkind.
Beim Energieholzmarkt kommt regional langsam Schwung auf.
Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Hackgut/Energieholz hat zugenommen.
Gleichzeitig bleibt die Lage klar zweigeteilt:
Brennholz:
Qualitativ hochwertiges Brennholz kann sein Preisniveau halten – wintertypisch bleibt es damit das stabilste Energie-Sortiment.
Der Holzmarktbericht Dezember 2025 bringt eine klare Trennung:
➡ Wer jetzt im Winter gezielt vermarkten will, sollte Qualität absichern, witterungsbedingt sauber planen.
Mehr Updates gibt’s Ende Jänner 2026.
Bis dahin: gute Abfuhrfenster, stabile Preise – und vor allem unfallfreie Arbeit im Wald! 🌲💪